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Prüfungen


Elektrische Anlagen und Betriebsmittel sind auf ihren ordnungsgemäßen und sicheren Zustand zu prüfen. Elekt-rische Anlagen sind nach Errichtung, wesentlicher Änderung, wesentlicher Erweiterung oder Instandsetzung einer Prüfung zu unterziehen; elektrische Betriebsmittel müssen nach wesentlicher Änderung, Instandsetzung und im Bergbau auch nach Ortsveränderung geprüft werden. Darüber hinaus sind wiederkehrende Prüfungen für elektrische Anlagen und elektrische Betriebsmittel der Schutzklasse I gefordert, sofern sie nicht an Steckdosen betrieben werden, die mit einer Fehlerstromschutzeinrichtung mit einem Nennfehlerstrom von max. 30 mA ge-schützt sind.
Die Mindest-Prüfintervalle für wiederkehrende Prüfungen betragen:

Allgemein fünf Jahre, drei Jahre bei einer außergewöhnlichen Beanspruchung bzw. ein Jahr bei mehr als einer außergewöhnlichen Beanspruchung,

zehn Jahre in Bürobetrieben,

ein Jahr auf Baustellen und im Bergbau über Tag,

sechs Monate unter Tag,

ein Monat in ex- und brandgefährlichen Bereichen unter Tag.
Beachte:

Auch im Betriebsanlagengenehmigungsbescheid können (andere) Prüffristen angeführt sein!

 

NEUE ÖVE/ÖNORM FÜR PRÜFUNG VON ELEKTRISCHEN

GERÄTEN NACH INSTANDSETZUNG UND ÄNDERUNG

SOWIE FÜR WIEDERKEHRENDE PRÜFUNG.

 

Die neuen Normen ÖVE/ ÖNORM E 8701-1: Instandsetzung,Änderung und Prüfung elektrischer

Geräte und wiederkehrende Prüfung  Teil 1: Allgemeine Bestimmungen , sowie ÖVE/ÖNORM

E 8701-2-2: Instandsetzung,Änderung und Prüfung elektrischer Geräte und wiederkehrende

Prüfung  Teil 2-2: Besondere Bestimmungen für Elektrowerkzeuge  sind seit 2003 –01 –01 bzw.

2003-11-01 veröffentlicht.

Die neuen Inhalte, Schutzziele und Anwendungen sind aber teilweise noch unbekannt und führen

sowohl bei Messgerätedistributoren als auch bei Anwendern zu Unsicherheiten bei der Interpretation

 

 

Die praktischen Erfahrungen mit gleichlautenden Prüfnormen wie VDE 0701 und

VDE 0702 in Deutschland haben gezeigt ,dass hohe Prüfströme von 10A oder 25 A,

ähnlich den Typenprüfungsanforderungen, den tatsächlichen Zustand von

Schutzleiterverbindungen eher verschleiern als offenlegen. Es gilt dabei die

Überlegung „ soviel Prüfstrom als nötig um Einstreuungen auf das Messergebnis

zu verhindern , aber nicht mehr als für eine vernünftige Auflösung notwendig ist!“

Damit verbunden ist auch eine Harmonisierung der Messverfahren nach

ÖVE / ÖNORM E 8751 für elektromedizinische Geräte und nach ÖVE/ ÖNORM

E 8001-6-61 für Anlagen zur Überprüfung von Schutzleiterverbindungen und Potential-

ausgleichsleitern   Die Verringerung des Mindestprüfstromes auf 0,2A stellt

keinesfalls eine sicherheitsrelevante Verschlechterung dar sondern hilft dem Anwender

bei Auswahl und Anwendung von vorhandenen Messmitteln!

 

Notbeleuchtung - Sicherheitsbeleuchtung

in baulichen Anlagen für Menschenansammlungen, Krankenhäuser, Arbeitsstätten

 

Im Notfall (z.B.: Evakuierung, Brandfall, etc.) muss das sichere Verlassen eines Gebäudes gewährleistet sein und Panik vermieden werden. Not- und Sicherheitsbeleuchtungen können Leben retten. Die Sicherheitsbeleuchtung soll ermöglichen, dass flüchtende Personen die Notausgänge sicher erreichen und Brandbekämpfungs- und Sicherheitseinrichtungen rasch aufgefunden werden. Wir überprüfen Sicherheitsbeleuchtungen nach ÖNORM.

Für folgende bauliche Anlagen wird zufolge der verbindlichen ÖVE/ÖNORM E 8002 und der Arbeitsstättenverordnung eine Notbeleuchtung gefordert:

  • Veranstaltungsstätten, Kinos, Theater
  • Verkaufsstätten und Ausstellungsstätten
  • Hochhäuser
  • Gaststätten
  • Fliegende Bauten
  • geschlossene und offene Großgaragen
  • Schulen
  • Flughäfen, Bahnhöfe
  • Sakralbauten, so fern in einem Genehmigungsverfahren festgelegt
  • Rettungswege in Arbeitsstättenbeitsplätze mit besonderer Gefährdung

Zusammengefasst hier die neuen und wichtigsten Änderungen in der ESV 2012

Kontrollen und Prüfungen gemäß §7

(1) Arbeitgeber/innen haben dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und auf Baustellen
sowie die von ihnen ihren Arbeitnehmer/innen als Arbeitsmittel zur Verfügung gestellten ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel nur verwendet werden wenn:
1. die für diese nach Abs. 3 erforderlichen Kontrollen durchgeführt wurden
2. die für diese nach §§ 8 und 9 erforderlichen von Elektrofachkräften, die Kenntnisse vergleichbarer
Anlagen und Betriebsmitel haben, durchgeführt wurden, und
3. Angaben von Herstellern/innen oder Inverkehrbringer/innen über die Prüfungen der elektrischen Anlagen
oder elektrischen Betriebsmittel eingehalten werden.

(2) Abs. 1Z 2 gilt nicht für elektrische Anlagen der öffentlichen Stromverorgung.

(3) Folgende Kontrollen durch eine elektrotechnisch unterwiesene Person sind erforderlich
1. Kontrolle der Funktion von Fehlerstrom - Schutzeinrichtungen, jedenfalls für jene, die den Fehler- oder Zusatzschutz nach Regeln der technik gewährleisten, durch Betätigung der Prüftaste in den von den Herstellern/innen oder Inverkehrbringer/innen angegebenen Intervallen nicht angegeben sind, zumindest alle sechs Monate, sowie nach einem Fehlerfall,
2. auf Baustellen: Kontrolle der Elektrischen Anlagen für den Betrieb der Baustelle und der elektrischen Betriebsmittel auf offensichtliche Mängel mindest einmal wöchentlich,
3. bei Untertagebauten:
a) wöchentliche Kontrolle der Funktionen von Fehlerstrom - Schutzeinrichtungen durch betätigen der Prüftaste, der Einrichtung zur Erfassung von Erdschlüssen, der Einrichtung zur Überwachung des schutzleiters und des Isolationswiderstandes, der Notbeleuchtungen sowie der Einrichtungen zur Notabschaltung,
b) zumindest monatliche Kontrolle der Funktion von Fehlerstrom - Schutzeinrichtungen mit geeigneten Messgeräten.
(4) Über die Ergebnisse der Kontrollen nach Abs. 3 Z 3 sind Vormerke zuführen, die zumindest das Datum sowie Namen und Unterschrift der Person, die die Kontrolle durchgeführt hat, enthalten. Die jeweils letzten beiden Vermerke sind aufzubewahren.
(5) Im Bergbau ist für systematische Prüfung, Wartung und gegebenfalls Erprobung von maschinellen und elektrischen Betriebsmitteln und Anlagen ein geeigneter Plan aufzustellen.
Sämtliche Wartungs-, Prüf- und Erbrobungsarbeiten an elektrischen Anlagen oder elektrischen Betriebsmitteln sind von einer Elektrofachkraft durchzuführen.
Die Prüfungen und tests sind in einem Protokoll festzuhalten, das entsprechend aufzubewahren ist.

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